Die Kraft der Worte
Das Stimulus-Mental-Health-Glossar
Die Kraft der Worte ist ein Glossar mit Begriffen, die für die Förderung des psychologischen Wohlbefindens in Unternehmen hilfreich sind. Es unterstützt die Verwendung einer inklusiven, respektvollen und angemessenen Sprache, um Stigmatisierung und Stereotypen im Zusammenhang mit psychischer Gesundheit entgegenzuwirken.
Jede Woche werden wir einen neuen Begriff hinzufügen, bis wir im September mit dem 39. Begriff "Ziele" abschließen.
Abgrenzung bezeichnet die Fähigkeit, klare Grenzen zu setzen und diese zu wahren, um die eigene Integrität und das persönliche Wohlbefinden zu schützen. Dies kann sowohl im beruflichen als auch im privaten Kontext wichtig sein, um Überlastung und Stress zu vermeiden. Durch Abgrenzung wird sichergestellt, dass die eigenen Bedürfnisse und Werte respektiert werden. Es ist ein wesentlicher Bestandteil der Selbstfürsorge und trägt zur gesunden Beziehungsgestaltung bei.
Abschalten bedeutet, sich bewusst von Stress und alltäglichen Verpflichtungen zu lösen, um Entspannung und Erholung zu finden. Es kann durch verschiedene Aktivitäten wie Lesen, Spazierengehen oder Meditieren erreicht werden. Regelmäßiges Abschalten ist wichtig, um die geistige und körperliche Gesundheit zu fördern. In unserer schnelllebigen Welt hilft es, das innere Gleichgewicht zu bewahren und neue Energie zu tanken.
Achtsamkeit bezeichnet die bewusste Wahrnehmung des gegenwärtigen Moments ohne Bewertung. Sie fördert das Verständnis und die Akzeptanz eigener Gedanken und Gefühle. Durch regelmäßige Achtsamkeitsübungen können Stress reduziert und das allgemeine Wohlbefinden gesteigert werden. Ursprünglich aus buddhistischen Traditionen stammend, findet Achtsamkeit heute breite Anwendung in der Psychotherapie und im Alltag.
Eine Angststörung ist eine psychische Erkrankung, bei der übermäßige und anhaltende Angst auftritt, die im Vergleich zur tatsächlichen Bedrohung unverhältnismäßig stark ist. Es gibt verschiedene Formen von Angststörungen:
Bei der Generalisierten Angststörung (GAD) bestehen anhaltende, schwer kontrollierbare Sorgen über alltägliche Situationen. Eine Panikstörung führt zu plötzlichen Panikattacken mit intensiven körperlichen Symptomen. Die Soziale Angststörung (Sozialphobie) zeigt sich in extremer Angst vor sozialen Situationen aus Furcht vor negativer Bewertung. Spezifische Phobien sind intensive Ängste vor bestimmten Objekten oder Situationen, wie Höhen oder Spinnen. Agoraphobie beinhaltet die Angst vor Situationen, in denen Flucht schwierig sein könnte, etwa in offenen oder überfüllten Orten.
Das Burnout-Syndrom ist ein Zustand emotionaler, körperlicher und geistiger Erschöpfung, der durch langanhaltenden und übermäßigen Stress verursacht wird, meist im beruflichen Kontext. Es tritt häufig auf, wenn Menschen sich über einen längeren Zeitraum hinweg stark überfordert, emotional ausgelaugt und unfähig fühlen, den ständigen Anforderungen gerecht zu werden.
Burnout kann zu einer verminderten Leistungsfähigkeit, einem Verlust an persönlicher Erfüllung und verschiedenen gesundheitlichen Problemen führen. Die Hauptmerkmale des Burnout-Syndroms sind:
- Emotionale Erschöpfung: Gefühl der Überwältigung, emotionale Ausgelaugtheit und das Fehlen von Energie.
- Zynismus oder Depersonalisierung: Gleichgültigkeit oder negative Einstellung gegenüber der Arbeit und den Menschen, mit denen man arbeitet.
- Verminderte Leistungsfähigkeit: Gefühl der Ineffektivität, fehlende berufliche Erfüllung und geringere Leistungsfähigkeit.
Burnout entwickelt sich meist schleichend und kann schwerwiegende Auswirkungen auf das Leben der Betroffenen haben. Es ist wichtig, frühzeitig Anzeichen zu erkennen und geeignete Maßnahmen zur Prävention und Behandlung zu ergreifen.
Dankbarkeit ist das bewusste Erkennen und Wertschätzen positiver Aspekte und Erfahrungen im Leben. Sie fördert eine positive Einstellung und kann das emotionale Wohlbefinden stärken. Durch regelmäßige Dankbarkeitsübungen, wie das Führen eines Dankbarkeitstagebuchs, können Zufriedenheit und Resilienz gesteigert werden. Dankbarkeit hilft, den Fokus auf das Gute zu lenken und Beziehungen zu vertiefen.
Eine Depression ist eine psychische Erkrankung, bei der Menschen sich über längere Zeit traurig, antriebslos und oft ohne Hoffnung fühlen und die das Denken, Fühlen und Handeln einer Person grundlegend beeinflusst.
Eine Depression geht viel tiefer und ist nicht einfach eine vorübergehende schlechte Stimmung. Sie kann ohne erkennbaren äußeren Anlass auftreten und hält oft über Wochen, Monate oder sogar Jahre an. Die betroffene Person fühlt sich emotional wie blockiert oder leer und hat oft keinen Zugang mehr zu positiven Gefühlen. Auch Dinge, die früher Freude bereitet haben, verlieren ihren Reiz. Die depressive Stimmung durchdringt das gesamte Leben und beeinträchtigt das Denken, Fühlen und Handeln. Während bei einer „normalen“ schlechten Phase meist noch ein Funken Motivation oder Hoffnung vorhanden ist, fühlen sich Menschen mit Depression oft wie in einem tiefen, dunklen Loch, aus dem sie alleine kaum herausfinden können.
Je nach Intensität der Krankheitszeichen und der damit verbundenen Einschränkung wird zwischen leichter, mittelgradiger und schwerer Depression unterschieden.
Anzeichen einer Depression sollten unbedingt ernst genommen werden und bei Hausärzt:innen und Psychotherapeut:innen abgeklärt werden.
Direktes oder indirektes Verhalten, sowie strukturelle Bedingungen, welche die Ungleichbehandlung einer Person oder Gruppe aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu einer bestimmten Kategorie bewirkt. Diskriminierung ist dabei die Umsetzung eines negativen Vorurteils in ein Verhalten, d. h. eine Einstellung, die in erster Linie auf Überzeugungen und Stereotypen und nicht auf Beweisen und Fakten beruht.
Zugehörigkeiten können z.B. sein: Nationalität, Geschlecht, ethnische Zugehörigkeit, genetische Merkmale, Sprache, Religion, politische Überzeugungen, Herkunft, Behinderung, Alter, sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität sowie alle anderen persönlichen und sozialen Umstände.
Unter Diversität versteht man die Vielfalt oder auch Verschiedenartigkeit von Merkmalen, Eigenschaften und Elementen innerhalb einer Organisation, Gruppe oder der Gesellschaft. Diversität als gesellschaftliches Konzept beinhaltet, dass alle Menschen, unabhängig der Herkunft, dem Geschlecht, der sexuellen Orientierung, der Religionszugehörigkeit, Weltanschauung oder psychischer und/oder physischer Beeinträchtigung, respektiert und anerkannt werden. Soziale und politische Bewegungen setzen sich aktiv dafür ein, Vorurteilen und Diskriminierungen entgegenzuwirken und Vielfalt zu ermöglichen. Auch im Arbeitsumfeld kann sich aktiv für Diversität eingesetzt werden.
Einsamkeit ist das Gefühl, allein, abgekoppelt oder anderen Menschen fern zu sein. Sie umschreibt eine wahrgenommene Diskrepanz zwischen den gewünschten und den tatsächlich vorhandenen sozialen Beziehungen eines Menschen.
Einsamkeit betrifft viele Menschen, unabhängig davon, ob sie allein oder in Gesellschaft sind. Sie entsteht, wenn persönliche oder berufliche Beziehungen nicht den eigenen Bedürfnissen entsprechen. Anzeichen von Einsamkeit können Distanzgefühle, Appetitveränderungen, oder übermäßiges Konsumverhalten sein.
Mögliche Strategien gegen Einsamkeit umfassen das Pflegen sozialer Beziehungen, das Entwickeln von Hobbys und regelmäßigen Aktivitäten und den Austausch in Selbsthilfegruppen.
Eine ausgewogene und gesunde Ernährung ist von entscheidender Bedeutung für ein erfülltes und gesundes Leben. Sie versorgt unseren Körper im Idealfall mit den Nährstoffen, die er benötigt, um optimal zu funktionieren. Durch eine gesunde Ernährung fühlen wir uns besser, sehen besser aus, haben mehr Energie, können unsere Alterung verlangsamen und das Risiko für chronische Krankheiten reduzieren. Darüber hinaus hat gesunde Ernährung auch einen großen Einfluss auf unsere psychische Gesundheit. Wer sich gesund ernährt, ist nicht nur resilienter gegenüber dem Alltagsstress zuhause oder auf der Arbeit, sondern hat z.B. auch ein niedrigeres Risiko an Depressionen oder Angstzuständen zu erkranken.
Glück hat zwei Dimensionen: affektiv (spontane Glücksmomente) und kognitiv (Lebenszufriedenheit). Wichtige Aspekte sind soziale Beziehungen, finanzielle Sicherheit, Gesundheit, Freiheit, Vertrauen und Freundlichkeit. Besonders eng hängt Glück mit einer gesunden Lebensweise und sozialen Kontakten zusammen. Zudem steigern selbstloses Handeln und das Lösen von Problemen das Wohlbefinden. Es ist wichtig, Glück nicht nur von äußeren Umständen abhängig zu machen, sondern den Fokus auf die inneren Ressourcen zu legen. Dauerhaftes Glück bedeutet, gute Gewohnheiten aktiv zu pflegen und auch kleine Momente im Alltag bewusst zu genießen.
Häusliche Gewalt nennt man Gewalt, die in der Ehe, Partnerschaft oder Familie stattfindet – oder auch zwischen Menschen, die nach einer Trennung nicht mehr unter einem Dach leben. Häusliche Gewalt kommt in allen Gruppen unserer Gesellschaft vor, ganz unabhängig zum Beispiel vom Einkommen, der Bildung oder dem Alter.
Häusliche Gewalt kann körperliche, psychische, sexualisierte und ökonomische Formen annehmen, mit gravierenden Auswirkungen auf Betroffene, wie Verletzungen, Traumatisierungen und Verlust des Selbstwertgefühls. Viele Betroffene haben Schwierigkeiten, die Beziehung zu verlassen, aufgrund von Abhängigkeitsfaktoren, Bindungsmustern oder Abwehrmechanismen. Es ist wichtig, dass Betroffene Unterstützung erhalten, aber auch selbst Entscheidungen treffen dürfen. Helfende sollten eine klare, unterstützende Haltung bewahren und sich abgrenzen, um langfristig handlungsfähig zu bleiben. Vertrauen, Zeit für Gespräche und das Anbieten von Hilfsquellen sind entscheidend, um Betroffenen beizustehen.
Unter einer Krise wird der Verlust des seelischen Gleichgewichts verstanden, den eine Person verspürt, wenn sie mit Ereignissen und Lebensumständen konfrontiert wird, die sie im Augenblick nicht bewältigen kann, da die individuellen Bewältigungsstrategien überschritten werden.
Eine Krise umfasst einen Gefühlszustand: Ein inneres Erleben von Verwirrung und Angst, das so weit geht, dass uns früher erfolgreiche Bewältigungsmechanismen im Stich lassen und ineffektive Entscheidungen und Verhaltensweisen an ihre Stelle treten. Infolgedessen kann sich die Person in der Krise verwirrt, verletzlich, ängstlich, wütend, schuldig, hoffnungslos und hilflos fühlen.
Konflikte sind Auseinandersetzungen, die durch unterschiedliche Interessen, Bedürfnisse oder Meinungen entstehen. Sie können in verschiedenen Lebensbereichen auftreten, wie im Beruf, in der Familie oder in sozialen Beziehungen. Ein konstruktiver Umgang mit Konflikten beinhaltet das Erkennen und Verstehen der zugrunde liegenden Ursachen sowie das Finden von Lösungen, die für alle Beteiligten akzeptabel sind. Effektives Konfliktmanagement kann zur Stärkung von Beziehungen und zur persönlichen Weiterentwicklung beitragen.
Loslassen bedeutet, sich von belastenden Gedanken, Gefühlen oder Situationen zu befreien, um inneren Frieden und Freiheit zu finden. Es erfordert oft Mut und Akzeptanz, insbesondere wenn es um vergangene Ereignisse oder unerfüllte Erwartungen geht. Durch Loslassen kann man Raum für Neues schaffen und sich auf das Hier und Jetzt konzentrieren. Es ist ein wichtiger Schritt zur persönlichen Weiterentwicklung und emotionalen Heilung.
Missbrauch bezeichnet jegliche Form von Verhalten, bei der eine Person Macht oder Kontrolle über eine andere Person ausübt, um ihr zu schaden, sie zu manipulieren oder auszunutzen. Dies kann physische, emotionale, sexuelle oder andere Formen der Schädigung und Unterdrückung beinhalten. Missbrauch kann in verschiedenen Kontexten auftreten, darunter in Familien, Partnerschaften, am Arbeitsplatz und in Institutionen. Zudem versteht man unter missbrauch auch, etwas in einem schädlich auswirkendem Maß übermäßig zu konsumieren oder anzuwenden (z.B. Drogenmissbrauch)
Missbrauch umfasst verschiedene Arten wie physischen Missbrauch (körperliche Gewalt), emotionalen oder psychologischen Missbrauch (Beschimpfungen, Manipulation), sexuellen Missbrauch (unerwünschter, erzwungener sexueller Kontakt), finanziellen Missbrauch (unrechtmäßige Nutzung finanzieller Ressourcen), Vernachlässigung (Unterlassung der Fürsorge) und digitalen Missbrauch (Belästigung über Technologie).
Die Auswirkungen sind tiefgreifend und umfassen körperliche, emotionale und psychologische Schäden. Betroffene benötigen oft professionelle Hilfe und Unterstützung, um die Folgen des Missbrauchs zu bewältigen und ihre Lebensqualität zu verbessern.
Falls Sie von einer Form des Missbrauch betroffen sind oder diesen bei anderen Personen mitbekommen, holen Sie sich Unterstützung! Nur das Offenlegen missbräuchlicher Beziehungen und Situationen kann den betroffenen Hilfe ermöglichen.
Mobbing im Betrieb bezieht sich auf wiederholtes, absichtliches und schädigendes Verhalten gegenüber Mitarbeitenden durch Vorgesetzte oder Kolleg:innen, das über einen längeren Zeitraum stattfindet und ein Machtungleichgewicht aufweist.
Beispiele für Mobbing im Betrieb:
- Ständige Kritik: Ein:e Mitarbeiter:in wird kontinuierlich und grundlos kritisiert, um die Kompetenz infrage zu stellen
- Isolation: Die betroffene Person wird von sozialen Aktivitäten ausgeschlossen oder gezielt ignoriert
- Übermäßige Arbeitsbelastung: Zuweisung von Aufgaben, die über das normale Maß hinausgehen, um die Person zu überfordern
- Demütigende Kritik: Herabsetzende Kommentare oder öffentliche Bloßstellung
- Ungerechtfertigte Entlassung: Kündigung ohne nachvollziehbaren Grund
- Androhung von Gewalt: Drohungen oder Einschüchterungen
Nicht als Mobbing zu verstehen:
- Diskriminierung aufgrund politischer Gesinnung, ethnischer Herkunft, Alter, sexueller Orientierung oder Behinderung
- Belastung durch das Verhalten der Vorgesetzten gegenüber den Arbeitnehmenden, wenn es nicht systematisch und zielgerichtet erfolgt
- Stalking: Verfolgendes Verhalten, das ein Gefühl der Bedrohung der eigenen Sicherheit hervorruft
Motivation ist der innere Antrieb, der Menschen dazu bewegt, Ziele zu verfolgen und Aufgaben zu erledigen. Sie kann durch verschiedene Faktoren beeinflusst werden, wie persönliche Interessen, Bedürfnisse oder äußere Anreize. Es gibt zwei Hauptarten von Motivation: intrinsische Motivation, die aus innerem Interesse und Freude an der Tätigkeit entsteht, und extrinsische Motivation, die durch äußere Belohnungen oder Druck hervorgerufen wird. Eine starke Motivation kann die Leistung steigern und zur Erreichung persönlicher und beruflicher Ziele beitragen.
Um sich selbst gut zu motivieren, sind drei wesentliche Faktoren entscheidend:
- SMARTe Ziele: Klare, spezifische, messbare, attraktive, realistische und terminierte Ziele geben eine Richtung vor und bündeln die Energie. Positive Formulierungen und Zwischenziele helfen, den Fokus zu behalten.
- Positive Einstellung: Optimistische Gedanken fördern Gesundheit und Motivation. Dankbarkeit und der Fokus auf Chancen verstärken positive Einstellungen und Handlungen.
- Selbstwirksamkeit: Wer an seine Fähigkeiten glaubt, bleibt bei Herausforderungen ausdauernder und nimmt Misserfolge gelassener hin. Der Fokus auf Erfolge und Stärken steigert das Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit.
Positives Denken ist eine Denk-Methode, bei welcher das eigene bewusste Denken konstant positiv zu beeinflussen versucht wird (z. B. mit Hilfe von Affirmationen oder Visualisierungen), um eine dauerhaft konstruktive und optimistische Grundhaltung zu erreichen und infolgedessen eine höhere Zufriedenheit und Lebensqualität zu erzielen. Dies ist wichtig, weil es langfristiges Glück und Zufriedenheit fördert. Indem sich eine Person auf positive Ereignisse und ihre Stärken fokussiert, kann sie lernen, bewusster wahrzunehmen und zu genießen. Zudem steigern auch realistische Ziele das Selbstbewusstsein, und das Erkennen des Sinns in alltäglichen Tätigkeiten stärkt die Motivation. Positives Denken verbessert die Lebensqualität und stärkt die Resilienz.
Positives Denken kann durch verschiedene kleine Übungen im Alltag trainiert werden. Hier finden Sie einige Beispiele:
- Entziehen Sie negativen Gedanken Ihre Aufmerksamkeit.
- Lächeln Sie öfter.
- Suchen Sie immer das Gute in einer Situation.
- Führen Sie ein Dankbarkeits-Tagebuch.
- Vermeiden Sie Vergleiche mit anderen.
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Prokrastination ist das Verhalten, Aufgaben oder Entscheidungen absichtlich zu verschieben oder zu verzögern, obwohl man sich der negativen Folgen dieser Verzögerung bewusst ist. Es handelt sich dabei oft um das Aufschieben wichtiger, aber möglicherweise unangenehmer Aufgaben zugunsten kurzfristig angenehmerer Aktivitäten.
Prokrastination kann sich negativ auf verschiedene Lebensbereiche auswirken, einschließlich Arbeit, Studium und persönliche Ziele.
Der Begriff Psychotherapie beschreibt die Gesamtheit der psychologischen Verfahren zur Heilung oder Linderung von Störungen im psychischen Bereich, in den sozialen Beziehungen, im Verhalten oder auch in bestimmten Körperfunktionen. Sie umfasst eine Vielzahl verschiedener Methoden und Ansätze.
Psychotherapie ist ein professionelles Behandlungsverfahren, das psychologische Methoden einsetzt, um psychische Erkrankungen und emotionale Probleme zu behandeln. Es gibt verschiedene Ansätze wie kognitive Verhaltenstherapie, psychoanalytische Therapie und systemische Therapie. Die Ziele der Psychotherapie umfassen die Verbesserung des emotionalen Wohlbefindens, die Bewältigung von Stress und Angst, die Förderung gesunder Verhaltensweisen und Denkweisen sowie die Unterstützung bei der Bewältigung von Traumata und schwierigen Lebensereignissen. Der Ablauf beginnt mit einer Bewertung, bei der der Therapeut die Probleme des Patienten versteht und Behandlungsziele festlegt. Die Therapie besteht aus regelmäßigen Sitzungen, deren Häufigkeit und Dauer je nach Bedarf variieren. Psychotherapie ist ein wichtiger Bestandteil der psychischen Gesundheitsversorgung und hat sich als wirksam bei der Behandlung verschiedener psychischer Störungen erwiesen.
Sie sind auf der Suche nach einer psychotherapeutischen Unterstützung? Weitere Informationen und Angebote finden Sie u.a. hier.
Psychologische Erste Hilfe ist eine kurzfristige Unterstützung für Menschen, die eine akute Krise oder ein traumatisches Ereignis erlebt haben. Sie zielt darauf ab, emotionalen Stress zu lindern und Betroffenen zu helfen, sich zu stabilisieren. Wichtige Elemente sind das Zuhören, das Vermitteln von Sicherheit und das Fördern von Selbsthilfe. Psychologische Erste Hilfe kann von geschulten Laien und Fachkräften geleistet werden und bildet die Grundlage für weiterführende therapeutische Maßnahmen. Stimulus bietet Unternehmen die Schulung der Mitarbeitenden aus Psychologische Ersthelfer:innen im Unternehmen an. Fragen Sie uns bei Interesse gern. Weiter Infos finden Sie hier.
Um gesund zu bleiben, brauchen wir mehr als nur Regeneration.
Fachleute sprechen von einem Kohärenzgefühl, das Menschen brauchen, um gesund zu bleiben. Es ist ein gewisses Grundgefühl, dass das Leben bewältigbar ist.
Der Begriff Kohärenzgefühl oder Kohärenzempfinden geht auf den Mediziner Aaron Antonovsky zurück. Er fasst den sense of coherence als ein tiefsitzendes Gefühl oder als Lebensorientierung zusammen, die darüber Auskunft gibt, wie man mit dem Leben oder mit Herausforderungen klarkommt – auch wenn es schwierig wird. Je ausgeprägter diese Überzeugungen sind, umso besser kommt ein Mensch mit Herausforderungen und schwierigen Situationen zurecht.
Generell lassen sich aus dem Konzept der Kohärenz folgende vier Grundbedürfnisse ableiten:
- Sinnhaftigkeit
- Verstehbarkeit
- Gestaltbarkeit
- Zugehörigkeit
Hierbei ist es die Stimmigkeit der Grundbedürfnisse, die Menschen leistungsstark und psychisch gesund hält.
Unstimmigkeiten könne in einem gewissen Zeitraum ausgeglichen werden.
Langfristige Dysbalance kann jedoch zu einer Überlastung und damit zu einer Erkrankung führen.
Resilienz ist die Fähigkeit, trotz widriger Umstände mental gesund und produktiv zu bleiben. Resiliente Menschen gehen besser mit Stress und Herausforderungen um, erholen sich schneller von Rückschlägen und gehen gestärkt aus Krisen hervor. Resilienz ist keine angeborene Eigenschaft, sondern eine Fähigkeit, die durch verschiedene Strategien und Verhaltensweisen entwickelt werden kann. Indem wir unsere Resilienz stärken, können wir Stress effektiv bewältigen und ein gesünderes, erfüllteres Leben führen.
Der Schlaf als essenzieller Faktor für die nachhaltige physische und psychische Gesundheit verdient die eigene Aufmerksamkeit und Fürsorge. Dabei können bereits kleine Maßnahmen wie z.B. das Einführen einer Abendroutine zu einer verbesserten Schlafqualität führen. Probieren Sie für sich aus, was für Sie stimmig ist und Ihren Schlaf auf Dauer positiv beeinflusst.
Selbstmanagement ist auch unter den Begriffen Selbststeuerung und Selbstführung bekannt. Es bezeichnet die persönliche Fähigkeit, die eigenen Stimmungen und Gefühle bewusst zu steuern, ohne sich von außen oder von innen beeinflussen zu lassen. Psychologisch betrachtet basiert das Selbstmanagement auf der Grundtheorie, dass die Menschen ihre Verhaltensweisen und Gefühle aus eigener Kraft analysieren und weiter entwickeln können.
Ohne Lernfähigkeit und ausreichende Motivation ist Selbstmanagement kaum möglich. Weitere Kompetenzen wie Zielstrebigkeit, Planung und Organisation tragen ebenfalls zu einem erfolgreichen Selbstmanagement bei. Durch Ergebniskontrolle bzw. durch Feedback wird festgestellt, ob die einzelnen Gefühle und Handlungen dem gewünschten Ziel entsprechen.
Ein funktionierendes Selbstmanagement bedeutet, dass die Menschen nicht allein von ihren Gefühlen gesteuert werden, sondern dass sie aktiv auf ihre Emotionen und Verhaltensweisen Einfluss nehmen können. Die Vernunft zeigt sich gegenüber den Gefühlen stärker und kann dadurch direkt auf die innere Unruhe einwirken. Menschen, die zum Selbstmanagement fähig sind, besitzen die Ruhe und Selbsterkenntnis, um beispielsweise ihre Wut zu zügeln und angemessen auf die Situation zu reagieren, die sie zuvor wütend gemacht hat.
Von Selbstzweifeln ist die Rede, wenn eine Person kein Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und Entscheidungen hat. Selbstzweifel können einen bestimmten oder auch mehrere Bereiche des Lebens betreffen. Manche Menschen leben stets in dem Glauben, nicht „gut genug“ zu sein.
Selbstzweifel äußern sich durch ständige Unsicherheit, übermäßiges Grübeln und Angst vor Fehlern. Betroffene kritisieren sich oft selbst und hinterfragen ständig ihre Entscheidungen. Häufig fühlen sie sich anderen unterlegen und trauen ihren Fähigkeiten nicht.
Sexuelle Belästigung ist per Definition eine diskriminierende Benachteiligung, durch welche das Opfer mittels unerwünschter Verhaltensweisen des Täters in der Würde verletzt wird. Die Verhaltensweise haben hierbei stets sexuellen Bezug. Hierzu zählen unter anderem unangemessene Annäherungen und Berührungen, sowie obszöne Gesten und Kommentare (z.B. anzügliche sexuelle Aussagen oder Berührungen)
Eine Belästigung kann vom Täter bewusst oder unbewusst erfolgen.
Sexualisierte Gewalt und sexualisierter Machtmissbrauch beschreiben Handlungen mit sexuellem Bezug ohne Einwilligung beziehungsweise Einwilligungsfähigkeit des Betroffenen. Sexualisierte Gewalt wird dabei der physischen Gewalt (zum Beispiel Körperverletzung und Misshandlung von Schutzbefohlenen) und der psychischen Gewalt nebengeordnet.
Der Begriff der sexuellen Nötigung, unter welchem sich eine Vielzahl sexueller Handlungen zusammenfassen lassen, die stets gegen den ausdrücklichen Willen des Opfers geschehen ist ein strafrechtlicher Tatbestand und geschieht stets bewusst. Hierzu gehören unter anderem die Nötigung durch körperliche Gewalt, sowie die Nötigung durch Drohung und psychischer Gewalt.
Jedes Opfer sollte umgehend eine Strafanzeige erstatten. Diese Anzeige kann sowohl in einer Polizeidienststelle als auch bei einem Gericht erfolgen. Da es sich um ein Sexualdelikt handelt, hat der Gesetzgeber in Deutschland für die strafrechtliche Würdigung eine sehr lange Verjährungsfrist festgelegt. Diese Frist liegt aktuell bei 20 Jahren.
Unterstützung kann ein Opfer an vielen Stellen erhalten. Neben der Polizei sowie den Gerichten gibt es auch Opferberatungsstellen, bei denen zahlreiche Hilfestellungen angeboten werden.
Psychosomatische Reaktionen auf Aufgaben oder Anforderungen emotionaler, kognitiver oder sozialer Art, die die Person als übermäßig empfindet.
Es kann unterschieden werden zwischen:
- Eustress: wenn die uns zur Verfügung stehenden Ressourcen für die anstehende Herausforderung ausreichend sind.
- Distress: wenn unsere Ressourcen knapp oder unzureichend sind, um eine Herausforderung zu bewältigen.
Achtung: Stress ist nicht zu verwechseln mit Burnout, einem Syndrom, das mit arbeitsbedingtem Stress zusammenhängt. Burnout bringt den Betroffenen in einen Zustand emotionaler, körperlicher und geistiger Erschöpfung als Folge einer fortschreitenden Anhäufung von Stress.
In der ICD-11 (International Classification of Diseases) wird Sucht unter den „Störungen durch abhängiges Verhalten“ als eine Erkrankung definiert, die durch mehrere, charakteristische Merkmale gekennzeichnet ist. Dazu zählen ein starker Wunsch oder Drang, eine Substanz zu konsumieren oder ein Verhalten auszuführen, eine eingeschränkte Kontrolle über den Konsum oder das Verhalten, sowie die Priorisierung dieser über andere Aktivitäten trotz negativer Konsequenzen. Es kommt häufig zu einer Toleranzentwicklung, wobei größere Mengen benötigt werden, um die gleiche Wirkung zu erzielen, und Entzugserscheinungen, wenn die Substanz oder das Verhalten nicht verfügbar ist. Die Störung führt typischerweise zu signifikanten Beeinträchtigungen im sozialen, beruflichen oder persönlichen Leben der Betroffenen.
Diese Merkmale gelten gleichermaßen für Substanzabhängigkeiten (z. B. Alkohol, Nikotin, illegale Drogen) wie auch für Verhaltensabhängigkeiten (z. B. pathologisches Glücksspiel oder Gaming Disorder). Sie heben hervor, dass Sucht ein komplexes Zusammenspiel von biologischen, psychologischen und sozialen Faktoren ist, das individuelle Behandlung und Unterstützung erfordert, um Betroffenen neue Lebensperspektiven zu ermöglichen und gesellschaftliche Belastungen zu reduzieren.
Trauer ist ein emotionaler Zustand, der mit Gefühlen von Niedergeschlagenheit, Verzweiflung, Wut oder Schuldgefühlen einhergehen kann. Auch eine emotionale Erstarrung oder Taubheit kann über einen gewissen Zeitraum erlebt werden. Trauer beschreibt auch einen Bewältigungsprozess, um mit dem Verlust eines geliebten Menschen oder Tieres, einer Trennung, einem ideellen Verlust oder der Erinnerung an einen Verlust umgehen zu lernen.
Trauer verläuft gewöhnlich in verschiedenen Phasen ab, die mit verschiedenen Emotionen und Verhaltensweisen einhergehen. Oftmals steht ganz am Ende des Bearbeitungsprozesses eine Integration des Verlusts in die Identität und eine Akzeptanz der neuen Umstände. Allerdings sind die Verarbeitungsprozesse bei Verlusten sehr subjektiv und individuell von persönlichen Faktoren abhängig. Sollte ein Trauerprozess über einen längeren Zeitraum als 12 Monate mit einem außergewöhnlich hohem Leidensdruck einhergehen, ist eine professionelle Hilfestellung durch Ärzt:innen und Psychotherapeut:innen ratsam.
Ein Trauma ist ein belastendes Ereignis oder eine belastende Situation, die von der betroffenen Person nicht bewältigt und verarbeitet werden kann. Sie ist eine seelische Verletzung, die langfristige Auswirkungen auf das Denken und das Verhalten haben kann. Ob eine Situation zu einem Trauma führt hängt zum einen von der Situation ab und zum anderen von Möglichkeiten der betroffenen Person, das Erlebte zu verarbeiten. Daher können verschiedenste Situationen potenziell traumatisierend sein.
Information: Menschen, die ein Trauma erleben können Symptome einer posttraumatischen Stressreaktion erleben, die sich in eine Posttraumatische Belastungsstörung entwickeln können (PTBS). Dies bedeutet, dass die Person das traumatische Erlebnis in Form von Erinnerungen, Albträumen und Rückblenden ständig wieder erlebt, was einen Rahmen starker emotionaler und körperlicher Instabilität (Angst, Depression, Stimmungsschwankungen und körperliche Symptome verschiedener Art) schafft. Die Diagnose einer PTBS setzt voraus, dass die Symptome mehr als einen Monat nach dem auslösenden Ereignis fortbestehen.
Vermeidungsverhalten bezeichnet das bewusste oder unbewusste Ausweichen vor bestimmten Situationen, Aufgaben oder Gefühlen, die als unangenehm oder bedrohlich empfunden werden. Dieses Verhalten kann kurzfristig Erleichterung verschaffen, führt jedoch oft zu langfristigen Problemen, da die zugrunde liegenden Ursachen nicht angegangen werden.
Vermeidungsverhalten kann in verschiedenen Formen auftreten, wie Prokrastination, soziale Isolation oder das Meiden bestimmter Orte. Eine bewusste Auseinandersetzung mit den Ängsten und das Entwickeln von Bewältigungsstrategien sind wichtige Schritte, um Vermeidungsverhalten zu überwinden.
Zeitmanagement ist entscheidend für die psychische Gesundheit, da es Stress reduziert und ein Gefühl von Kontrolle schafft. Durch effektive Planung lassen sich Aufgaben effizienter bewältigen, wodurch Überlastung vermieden und mehr Zeit für Erholung und Selbstfürsorge geschaffen wird. Eine klare Struktur hilft, Prioritäten zu setzen und verhindert das Gefühl, von Aufgaben überwältigt zu werden. Außerdem fördert es eine gesunde Work-Life-Balance, die wichtig ist, um langfristig produktiv und emotional stabil zu bleiben. Gutes Zeitmanagement schützt so vor Burnout und mentaler Erschöpfung.
Stand 02.10.2025
